Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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In der Badestube des Plade-Wirtshauses (Skulte-Gemeinde) hatte sich einmal ein Knecht erhängt. An einem Sonnabendabend badeten in der genannten Badestube gegen 11 Uhr drei Juden. Plötzlich hörten sie etwas wie einen Aufschlag auf dem Badestubenboden. Danach öffnete sich schnell die Decke der Badestube und ein Bein begann hinabzugleiten. Im ersten Augenblick erschraken die Juden gewaltig. Aber der älteste von ihnen fasste sich schnell: er zündete ein Spanholz an und führte die Flamme an das Bein. Aber damit war nicht zu scherzen: nun streckte sich das Bein so lang dass es schon den Fußboden berührte. Die Juden rannten nackt aus der Badestube und riefen um Hilfe. Die Leute kamen herbeigeeilt. Sie wussten schon, was zu tun war, und riefen: "Jānis, Jānis, was willst du denn?" (Jānis war der Name des Burschen, der sich in der Badestube erhängt hatte. Da antwortete eine Stimme:

"Ich wollte nur den Juden haben, der meine Zehen versengt hat." Als sie am nächsten Morgen in die Badestube gingen, fanden sie, dass der Badestuben Ofen zerstört und die Kleidung des Juden in Fetzen zerrissen. Der Teufel erlaubte Jānis nicht, in Frieden zu ruhen.

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