Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Nicht weit von dem Buschwächterhaus befindet sich ein gewaltiger Baumstumpf. Sooft der Buschwächter aus dem Walde heimkam oder sooft er sich in den Wald begab, setzt er sich erst auf den Tannenstumpf und rauchte seine Pfeife.

Einmal kam der Buschwächter gerade um die Mittagszeit heim. Wieder setzte er sich auf den Baumstumpf und zündete seine Pfeife an. Als er seinen Blick nach dem Waldrand wandte, erblickte er nicht weit von dem Baumstumpf entfernt ein schmuckes kleines Häuschen, vor dessen Tür ein kleiner Junge stand und zu dem Buschwächter sagte: "Komm nur herein, Papi, bitte!" Verwundert sah der Buschwächter nach dem Häuschen und nach dem Jungen hin. Dann begann er den Jungen auszufragen, woher er komme, wieso er hier sei, denn bis jetzt habe ja kein Häuschen in der Nähe des Tannenstumpfes gestanden. Der Junge erzählte ihm, dass er ja sein eigener Sohn sei. Seine Mutter habe ihn erwürgt und neben dem Baumstumpf begraben. Jetzt lebe sie in Bikseja, aber eines Tages werde sie vom Stallboden herunterfallen und sich erschlagen. Er müsse noch so lange auf der Erde verweilen, solange die Mutter lebe. Wenn sie sich erschlagen haben werde, müsse sie an seine Stelle treten. Er werde dann das Häuschen verlassen und sich zum lieben Gott begeben. Der Kleine erzählte auch, wie seine Mutter heiße. Plötzlich aber waren das Häuschen und der Junge verschwunden. Der Buschwächter begab sich nach Bikseja und suchte die Mutter des Jungen auf. Er erzählte ihr, was er gehört und gesehen hatte. Die Mutter jammerte und weinte haltlos. Schließlich gestand sie dem Buschwächter, dass das alles wahr sei, was der Junge ihm erzählt hatte. Einige Jahre später fiel die Mutter des kleinen Jungen wahrhaftig vom Stallboden herunter und erschlug sich.

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