Veļi māžojas / Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Place of recording Domopole
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Braucu reizi es pa sylu, beja gaiša nakts, debess zyla, zvaigznītes pi debesim mirdz un mēness gaiši, gaiši speid. Dabrauču leidz žvyra dūbem, suoka man sēstīs rotūs bārni boltūs krekleņūs, vīns pēc ūtra, vīns pēc ūtra. Pīsasāda pylni roti un bārni grib pajemt nu manis grūžus. "Sēdīt, bārni, jo gribīt braukt, a grūžu gon es jums nadūšu," soku es. Man palyka taids nalobs pi pruota, dūmuoju, kas byus, kas na. Tikkū es izbrauču nu syla — vysi bārni pazuda. Redzi, tamuos dūbēs jaunas meitas gubēja bārnus, tūs bārnu dvēselītes pušnaktīs staiguoja, jom gribējuos pasavyzynuot un sasametja pi manis rotūs. Tū es pats ar sovom acim redzēju, nabeju ni pīdzērs, ni apreibs. Einmal fuhr ich durch den Wald. Die Nacht war hell, der Himmel blau, die Sternlein und der Mond leuchteten am Himmel. Als ich zu den Kiesgruben kam, begannen Kinder, die weiße Hemdchen trugen, in meinen Wagen zu klettern. Bald war der Wagen voll, und nun wollten die Kinder mir die Zügel aus der Hand nehmen. "Bleibt sitzen, Kinder, wenn ihr eine Spazierfahrt machen wollt, aber die Zügel gebe ich euch nicht," sagte ich. Es wurde mir ganz sonderbar zu Mute und ich dachte: was wird nur sein, was nicht? Sobald ich aber aus dem Walde kam, waren alle Kinder verschwunden. In den Sandgruben hatten junge Mädchen ihre Kinder umgebracht. Um Mitternacht irrten die Kinderseelchen herum; sie wollten wohl eine Spazierfahrt machen und waren deshalb zu mir in den Wagen geklettert. Das habe ich meinen eigenen Augen gesehen, und ich war weder betrunken noch berauscht.
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