Veļi māžojas / Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Place of recording Domopole
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Vīnai jaunai meitai pīdzamst bārns, jei tū bārnu aiznas uz tyltu, palein zam tylta, ar jūstu nūžņaudz un pagloboj. Nu tuo laika suoka uz tuo tylta bīdynuot. Braucu reizi, pašuos pušnaktīs, es par tū tyltu — tovu breinumu — nūmyuk rotim prīkšdējais skrituls, verūs, dūmuoju: nūlyuza ass, bet nikuo — ass vasala. Cykam es ap rotim kimerējūs, izlein nu tylta zamaškas skrondainuos drēbēs vīns puiss, ap godu treisdesmit vacs, un soka: "Nazapyulej tū skrituli apmaukt, bet pasaklausi, kū es tev pasacīšu! Treisdesmit godu atpakaļ mani muote N. nūžņaudzja un pabuozja zam tylta. Es augu nu tuos drēbes, ar kurom viņa mani pabuozja, palyka mozas, tamdēļ es esmu vacuos skrondaiņuos drēbēs. Šekur tei jūsta, ar kuru mani muote nūžnaudzja. Aiznes tū jūstu, atdūd munai muotei un pasoki, ka es jau asmu sovu myužu nūdzeivuojis." Tū pasacījis, cylvāks pazuda. Es beju brīsmīgi nūsabeidis, pajēmu jūstu, sādūs rotūs, sadevu ar peicku sovam bērīšam un tys cik spāka rikšuoja uz sātu. Beju aizmiers's, ka man rotim beja nūmucis skrituļs, a ka tyku sātā, tod vysi skrituļi beja uz asim. Reitā aiznešu jūstu sābru Duortei, kurai nakts bīdakls beja pīsacējis nūdūt un pastuostīju, ka šūnakt uz tylta man nazkas nūmaucja skrituli, tod pasaruodīja treisdesmit godu vacs puiss, sapleisušuos drēbēs, lyka lai es nūdūdu tev itū jūstu un pasoku, ka juo myužs jau nūdzeivuots. Duorte nūsaklausījusi, pajēmja jūstu, jei pazyna, ka tei jūsta ir viņas, atminēja, kū treisdesmit godu atpakaļ ir padarījuse, aizguoja un pasakuoŗa ar tū jūstu. Ein junges Mädchen gebar ein Kind. Sie brachte das Kind zu einer Brücke, kroch unter die Brücke, erwürgte das Kind mit ihrem Gürtel und versteckte es dort. Seit der Zeit wurden auf der Brücke Leute erschreckt. Einmal bin ich gerade um Mitternacht über die Brücke gefahren. Auf einmal — sonderbar, löst sich das Vorderrad des Wagens. Ich dachte, die Achse sei gebrochen, und schaue nach, aber nein — die Achse ist heil. Während ich mir noch an dem Wagen zu schaffen mache, kriecht ein etwa dreißigjähriger Bursche in zerlumpter Kleidung unter der Brücke hervor und sagt: "Bemühe dich nicht das Rad zu befestigen, höre lieber darauf, was ich dir sagen werde. Vor dreißig Jahren hat mich meine Mutter erwürgt und unter die Brücke gesteckt. Ich bin gewachsen. Die Kleider, die ich damals anhatte, wurden mir zu klein,. deshalb trage ich jetzt Lumpen. Hier ist der Gürtel, mit dem meine Mutter mich erwürgt hat. Bringe diesen Gürtel meiner Mutter, übergib ihn ihr und sage ihr, dass meine Tage nun um sind." Nachdem der Mann so gesprochen hatte, verschwand er. Ich war gewaltig erschrocken. Ich nahm den Gürtel, setzte mich in der Wagen und fuhr, so schnell mein Brauner laufen konnte, nach Hause. Ich hatte ganz vergessen, dass das eine Rad vom Wagen abgesprungen war. Als ich auf dem Hof angekommen war, sah ich jedoch, dass der Wagen alle vier Räder hatte. Am nächsten Morgen brachte ich den Gürtel Nachbars Duorte, wie das Nachtgespenst mich geheißen hatte zu tun, und erzählte ihr, dass in der vergangenen Nacht mein Wagen auf der Brücke ein Rad verloren hatte. Dann erschien mir ein etwa dreißigjähriger Bursche, der mich bat, dir diesen Gürtel zu überbringen und dir zu sagen, dass er sein Leben bereits zu Ende gelebt habe. Duorte hörte zu, nahm den Gürtel in die Hand, erkannte ihn als den ihren und erinnerte sich daran, was sie vor dreißig Jahren getan hatte. Sie ging davon und hing sich an dem Gürtel auf.
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