Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
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Miķelis aus Upīte war in dem Wirtshaus von Salonaja guten Freunden begegnet. Beim Plaudern war die Zeit schnell vergangen, und es war schon fast Mitternacht, als die Freunde sich trennten. Miķelis musste an einem Friedhof vorbeifahren, der sich abseits von menschlichen Behausungen befand und von dem man erzählte, dass es dort spuke. Da er ordentlich angeheitert war, machte er sich nichts aus solchen Gerüchten. Der Mond schien hell, und das Pferd, hungrig und verfroren, trabte ohne Peitsche munter voran. Bis zum Friedhof war alles glatt, gegangen, aber in der Höhe der Friedhofspforte begann das Pferd zu scheuen. "Was soll denn das bedeuten?" dachte Miķelis. Plötzlich kam durch die Pforte vom Friedhof her ein großer schwarzer Hund gelaufen, der wütend bellte. Nun war das Pferd nicht mehr zu halten: schnaubend galoppierte es nach Hause. Miķelis aber, der sich gar zu gewaltig erschrocken hatte, lag gut drei Wochen krank. Noch lange danach hatte er das wütende Bellen des schwarzen Hundes in den Ohren.

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