Die Manen gehen herum

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Im Skubiņi-Wald von Jaungulbene kennt man drei Hügel: den Darvas kalniņš (Teerhügel), den Kapu kalniņš (Grabhügel) und den Vēžu kalniņš (Krebshügel). Der schönste von den drei Hügeln ist der Krebshügel. Früher gab es in dem Liede-Fluss viele Krebse. Die Krebsfänger, die sich aus weitem Umkreis zum Krebsfang einfanden, pflegten die Krebse auf dem Hügel zu kochen.

Die bedeutendsten Erzählungen aber umgeben den Grabhügel. Auf diesem Hügel soll ein ungetauftes Kind begraben worden sein. Wenn jemand früher um Mitternacht durch den Skubiņi-Wald fahren musste, dann blieb sein Pferd am Grabhügel stehen und wollte nicht weitergehen. Einmal fuhr ein Bauer von Liedes-Krug nach Hause. Auf einmal hörte er: auf dem Hügel weint ein Kind. An dem Hügel aber bleibt sein Pferd stehen und bewegt sich nicht von dar Stelle. Wohl traktiert er es mit der Peitsche, aber das Pferd rührt und rührt sich nicht. Da fiel dem Bauer ein, was von dem Grabhügel erzählt wurde. Er kletterte aus dem Wagen und sprach: "Ist es ein Bübchen, so soll es Ancītis heißen, ist es ein Mädchen, so soll es den Namen Grietiņa bekommen!" Sogleich verstummte das Weinen, und das Pferd setzte sich ruhig in Bewegung. Von der Zeit an hat man nie mehr jemand auf dem Grabhügel weinen hören können.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox