Die Manen verlangen, begraben zu werden

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Auf dem Grund des Aizkalnieši-Hofes in Mārciena befindet sich das kleine Vēkšķi-Sümpfchen (lett. vēkšķēt – plärren). Über das Entstehen seines Namens erzählt man Folgendes: um die Mittagszeit und um Mitternacht war in dem Sümpfchen wie das Weinen und Jammern eines kleinen Kindes zu hören. Die Leute fürchteten sich, sich dieser Stelle zu nähern. Nur ein alter Mann nahm seinen Mut zusammen und wollte ergründen, was dort vor sich ging und wer dort weinte. Neben einem Hümpel in dem Sumpf fand er den Kieferknochen eines kleinen Kindes, aus dem Schaum und Töne, die an das Weinen eines Säuglings erinnerten, drangen. Der Alte nahm das Knöchelchen, gab ihm einen Namen und begrub ihn. Seitdem war kein Weinen mehr zu hören, aber das Sümpfchen wird noch heute das Vēkšķi-Sümpfchen genannt. Die Leute glauben, das Kieferknöchelchen wird einem umgebrachten und ungetauften Kindchen gehört haben.

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