Die Manen verlangen, begraben zu werden

From Pasakas un teikas
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Vor vielen Jahren kam auf einen Bauernhof von Smiltene der Weiner. Um Mitternacht trat er ans Fenster und begann ganz kläglich zu weinen. Als die Bewohner des Hauses hinausgingen, sahen sie niemanden. Der Weiner kam immer zur Zeit des Mondwechsels. Er erschien aber auch um die Mittagszeit und weinte ebenso. Einmal zur Zeit der Heumahd erschien er gerade zum Mittag. Die Hausbewohner begaben sich in die Richtung, aus der das Weinen kam. Der Weiner ließ sich jedoch nicht einholen, sondern ging immer ein Stück voraus. Sie folgten dem Weiner gut zwei Werst in den Sumpf hinein, konnten jedoch nichts erblicken. Als eines Nachts wieder das Weinen vor dem Fenster zu hören war, ging einer der Hausbewohner hinaus und sagte: "Geh fort, was jammerst du hier!" Da ging der Weiner fort und kam in jener Nacht nicht mehr zurück. Einmal fanden Leute zufällig am Rande des Sumpfes die Gebeine eines kleinen Kindes. Sie sammelten die Knochen auf, brachten sie zum Friedhof und bestatteten sie dort. Seit der Zeit ist der Weiner nicht mehr gekommen.

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