Velis tiek nēsāts / Manen werden getragen

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Reiz krogā bija sanākuši daži kungi un iesākuši runāt par drošību un bailību. Viens tad iesaucies: "Bet tas būtu drošs, kas tagad nakts laikā atnestu tos miroņa kaulus, kas baznīcas priekšnamā pie sienmaļa." Neviens neko neatbildējis. Beidzot viņi salielīdamies izsolījuši lielu naudu tam, kas kaulus atnesīšot. Un tur dzīvojusi nabaga meita, tai bijis jāuztura veca māte un ābām nebijis ko godīgi ēst. Šī meita tad apņēmusies miroņa kaulus nest. Ko visu badā nedara? Labi, nokarinājusi baznīcas atslēgu, aizgājusi, atslēgusi baznīcas durvis un pārnesusi kaulus uz krogu. Kungi pabrīnījušies, aizmaksājuši solīto algu un likuši, lai aiznes kaulus atkal atpakaļ. Neko darīt — aiznesa arī. Bet tiklīdz kaulus nolikusi vietā, tie sākuši runāt, sacīdami: "Ātrāki tu mani nevari nolikt, iekāms baznīcas pagrabā nebūsi pielūgusi to sievieti, kas tur pie galda sēž." Meita ieiet pagrabā, lūdz sievieti; bet tā neliekas ne redzot. Neko iesākt — ies atpakaļ pie kauliem. Bet kauli nu pārvērtušies par pilnīgu mironi un vaicā meitai: "Vai atlaida?" Meita saka: neesot atlaidusi. Mironis saka: "Tad ej vēl to pašu sievieti lūgt!" Aiziet nu lūgt: sieviete vēl nerunā, bet kaut cik jau laipnāka ir: mazākais pasmudzina galvu par atbildi. Aizejot nu meita pie miroņa, mironis vaicā: vai nu esot atbildējusi? "Nekā!" meita atteic, "galvu vien nopurināja." — "Tad ej vēl trešo reizi lūgt!" Meita aiziet pa trešam lāgam — nu sieviete atlaida gan. To šī nu pasaka mironim. Mironis priecīgs: "Paldies! tu mani atsvabināji no lāstiem. Man te tik ilgi vajadzēja balēt un diedēt, kamēr drošinieks gadīsies, kas par mani aizlūgs." To teicis — nogājis žvāks ! — mironis pazudis. Einmal hatten einige Herren sich im Wirtshaus versammelt und begannen über Mut und Ängstlichkeit zu sprechen. Da rief der eine aus: "Derjenige wäre gewiss mutig, der jetzt zur Nachtzeit die Gebeine, die im Vorraum der Kirche neben der Wand liegen, holen würde." Niemand meldete sich. Schließlich versprachen die Herren viel Geld demjenigen zu geben, der die Gebeine holen würde. In dem Ort lebte eine arme Tochter, die ihre alte Mutter ernähren musste; beide hatten sie kaum etwas zu essen. Dieses Mädchen versprach nun, die Totengebeine zu holen. Was tut man nicht alles, wenn der Hunger einen quält. Gut, das Mädchen nahm den Kirchenschlüssel, begab sich zur Kirche, schloss die Tür auf, hob die Knochen auf und brachte sie zum Wirtshaus. Die Herren wunderten sich, zahlten die vereinbarte Belohnung und hießen sie, die Knochen wieder an ihren Platz zurückzubringen Nichts zu machen — sie brachte die Knochen zurück. Aber sobald sie die Gebeine an deren Platz zurücklegen wollte, begannen sie zu sprechen und sagten: "Du wirst mich nicht eher hier lassen können, bevor du nicht die Frau, die im Kellergewölbe der Kirche am Tisch sitzt, angefleht haben wirst." Das Mädchen steigt in das Kellergewölbe hinunter und fleht die Frau an, aber die Frau beachtet es gar nicht. Nichts zu machen — sie kehrt zu den Gebeinen zurück. Die Gebeine haben sich inzwischen in einen Leichnam verwandelt. Er fragt das Mädchen: "Nun, hat sie geantwortet? Das Mädchen sagt, nein, sie habe nicht geantwortet. "Dann geh zurück zu ihr und bitte sie nochmals für mich!" Das Mädchen kehr zu der Frau zurück und fleht sie an, aber sie antwortet noch immer nicht, obwohl sie diesmal etwas freundlicher ist und mit dem Kopf nickt. Als das Mädchen zu dem Leichnam zurückkehrt, fragt der Leichnam, ob die Frau diesmal geantwortet habe. "Nein, sagt das Mädchen, "sie hat nur den Kopf bewegt." "Dann geh und bitte sie noch ein drittes Mal!" Das Mädchen kehrte wieder zu der Frau zurück, und diesmal erhörte sie sie. Das Mädchen erzählte es dem Leichnam. Da wurde der Leichnam froh: "Hab Dank! Du hast mich von dem Fluch erlöst. Ich musste hier so lange bleichen, bis jemand kommen würde, der den Mut hätte, für mich zu bitten." Nachdem er das gesagt hatte, gab es ein schepperndes Geräusch, und der Leichnam war verschwunden.
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