Die Manen verlangen Frieden und Achtung

From Pasakas un teikas
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Damals lebte ich in Smiltene als Magd bei einem Anstreicher. Es war vor vielen Jahren. Aber nachts konnte ich damals keine Ruhe finden, denn gegen Mitternacht stieß jemand die Tür auf, schlug den Schlüssel aus dem Schloss und wirbelte ins Zimmer. Zu sehen war jedoch nichts. Eines Nachts lag ich, war aber nicht eingeschlafen. Auf einmal trat ein Mädchen an mein Bett, stieß mich an und sagte: "Was schläfst du hier?" "Lass mich in Ruhe, ich bin müde," antwortete ich. "Steh auf und rücke dein Bett ein wenig weiter, das Bein deines Bettes steht auf meinem Kopf."-"Wer bist du?," fragte ich. Da begann das Mädchen zu erzählen: sie sei das Kind einer ledigen Mutter. Als dieses Haus noch nicht erbaut gewesen sei, habe ihre Mutter sie an dieser Stelle lebendig begraben, deshalb müsse sie umgehen. Wenn ich mein Bett weiterrücke, dann wolle sie mich in Ruhe lassen. Am nächsten Tag begab ich mich zu einer alten Frau, um bei ihr Rat zu holen. Sie belehrte mich, was ich zu tun hätte. Ich schrieb das Vaterunser auf ein Stückchen Papier, das ich unter mein Kopfkissen legte. Dann rückte ich das Bett von seinem alten Platz ein wenig ab und malte Kreuze auf die Tür. Seit dem Tag konnte ich ruhig schlafen, ohne etwas zu sehen oder zu hören.

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