Die Manen verlangen Frieden und Achtung

From Pasakas un teikas
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In der Scheune lagen Mäher und schliefen. Der Bauer selbst lag in der Nähe der Tür. Mitten in der Nacht hörte er das Weinen eines Kindes. Er lauschte verwundert, und das Kind fühl fort zu weinen. Bald darauf schlief der Bauer ein, aber im Traum merkte er, dass jemand ihn in die Seite stieß. Er schreckte von Schlaf auf. Neben ihm stand ein kleines, etwa vier bis fünf Jahre altes Kind, das ganz nackt war. Im ersten Augenblick erschrak der Bauer nicht wenig, aber dann fragte er, woher es sei und was es wünsche. Das Kind erzählte, eine ledige Mutter habe es geboren, getötet und ganz nackt und ohne ein Kreuzzeichen an der Stelle, begraben, wo der Bauer schlief. Der Bauer möchte doch an einem anderen Platz schlafen, er drücke so. Es müsse so lange in der Scheune bleiben, bis seine Mutter gestorben sein würde. Danach dürfe es zum Friedhof gehen, denn dann müsse seine Mutter an seiner Stelle bleiben. Nach mehreren Jahren schlief der Bauer wieder einmal in der Scheune genau an demselben Platz wie das letzte Mal. Er hatte schon längst die damalige Begebenheit vergessen. Aber gegen Mitternacht wurde seine Ruhe auch diesmal gestört: jemand weckte ihn, und wollte ihn von der Stelle vertreiben, an der er lag, indem es sagte, er solle weiterrücken und es nicht drücken. Als der Bauer die Augen öffnete, stand eine große, lange Frau neben ihm.

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