Die Manen verlangen Frieden und Achtung

From Pasakas un teikas
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Einem Bauer starb der Freund. Er wurde im Kirchengewölbe beigesetzt. So konnte man ihn immer betrachten. Nach einiger Zeit aber begann der Bart des Verstorbenen zu wachsen. Als sein Freund das sah, sprach er darüber mit den Angehörigen des Toten und meinte, es sehe nicht gut aus, wenn ein Toter einen Bart habe. Deshalb bat er die Angehörigen des Toten, ihm zu erlauben, dem Freund den Bart abzurasieren. Es wurde ihm erlaubt. An jenem Tag holte der Freund den Toten aus dem Keller, trug ihn in die Kirche, setzte ihn auf die Bank und putzte ihm den Bart ab. Dann brachte er ihn wieder an seinen Platz zurück. Aber nach einiger Zeit war der Bart wieder gewachsen, man musste ihn wieder abrasieren. Nicht lange, da musste der Freund ein drittes Mal den Toten rasieren, wenn er vermeiden wollte, dass der Bart so lang wurde, dass man seinen Freund gar nicht mehr erkennen konnte. Er setzte ihn wie üblich auf die Kirchenbank, seifte sein Gesicht ein und schickte sich gerade an, das Messer in die Hand zu nehmen. Plötzlich schlang der Tote ihm die Arme um den Hals, schaute ihn zornig an und sagte: "Wie wagst du es, den Frieden eines Toten zu stören. Rührst du mich noch ein

einziges Mal an, so wirst du nicht mehr am Leben bleiben!"

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