Sulainis ar mirušo kungu / Der Diener mit dem verstorbenen Herrn

From Pasakas un teikas
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Vienās mājās nomiris saimnieks, tas bijis velna pilns. Mirdams viņš par varu gribējis, lai saimniece iemācītos burt, bet saimniecei tādas lietas ne prātā. Saimnieks tādēļ gribējis sievai atdot burvju mākslu, lai varētu vieglāki nomirt un kapā mierīgi dusēt. Un kad nomiris, tad katru nakti nācis saimnieci mocīt.

Bet tais pašās mājās bijis puisis Ansis, tas gribējis saimnieci atpestīt no saimnieka nagiem. Viņš aizgājis pie kalēja un licis nokait tādus dzelzs cimdus. Labi. Ansis tad apvilcis cimdus, aizgājis pie saimnieka kapa un apgulies. Gulējis, gulējis, te piepēži, tiklīdz pulkstens sitis divpadsmit, saimnieks jau sācis kušņāties. Bet Ansis mudīgi uzlēcis kājās — saimniekam pretim.

"Ko? Ansi, vai tu arī esi atnācis jau? Kur tu te gadījies? — Dod man savu roku!"

Ansis sniedzis roku un šis apčamdījis auksto dzelzs cimdu: "Jā, esi gan miris! Bet, Ansi, kur nu mēs iesim?"

"To es nezinu, kur nu jāiet!" "Iesim, saimnieci mocīsim!"

"Ne, saimniek, iesim labāk kambarī un plēsīsim baltos šķīvjus!"

"Labi, Ansi, plēsīsim baltos šķīvjus!"

Un nu pārgājuši mājā, iegājuši kambarī — saimnieks ņēmis vienu šķīvi, otru, trešu, laidis ripeniski uz grīdu, bet ne šķīvji plīsuši, ne arī kāds troksnis bijis. Tad bijis jāsviež Ansim lai. Bet Ansis kuŗu šķīvi laiž uz grīdu, tas pļekt! pa vidu pušu. Nu saimnieks mudīgi Ansim klāt: "Kāpēc tev plīst — man ne? Rādi man savu roku!"

Ansis parāda un šis aptausta auksto dzelzs cimdu: "Jā, esi gan miris! Bet kāpēc tad tev plīst?"

"Es jau, saimniek, nevaru tik viegli izsviest: man rokas sastrādātas — nevaru bez trokšņa šķīvi nomest."

Nu, un tā nu šij pusnaktij bijis diezgan: saimnieks gājis atpakaļ zārkā.

Otrā naktī atkal Ansis savā vietā un pusnaktī saimnieks tāpat no kapa ārā kā vakar aizvakar. Ieraudzījis Ansi. tas vaicā: "Ansi, vai esi miris? Dod man savu roku!

Labi, pasniedz dzelzs roku — auksta, kas auksta. "Bet kur nu, Ansi, iesim?"

"To es, saimniek, nezinu, kur nu jāiet! "Iesim kambarī saimnieci mocīt!"

"Nē, saimniek, iesim labāk kambarī baltos šķīvjus plēst!" "Nē, Ansi, tad tu lāga nezini, iesim labāk saimnieci mocīt!" saimnieks tielējies.

"Nē, saimniek, tad jūs ne tik nezināt, — iesim labāk baltos plēst!"

Nu tikām un tikām tur tielējušies, beidzot palikusi Ansim virsroka un nu gājuši šķīvjus plēst. Saimnieks sviedis pa priekšu: kuru šķīvi sviedis, tas nokritis bez trokšņa un palicis vesels. Tad bijis jāsviež Ansim: bet tas kuŗu šķīvi laidis, troksnis bez gala un pa vidu pušu. Saimnieks atkal Ansim virsū: vai tikai neesot dzīvs? Lai rādot roku! Parādījis — auksta. kas auksta. "Jā, esi gan miris, bet kā man neplīst!" Te arī jau pusnakts bijusi klāt un saimniekam bijis jāiet zārkā. Trešo nakti Ansis apvilcis strīpu kapam visapkārt un vidū uzgriezis krustu, arī melnu suni paņēmis līdz. Ap pusnakti saimnieks cilājies, bet suns sācis ņurdēt un krusts bijis priekšā — neticis vairs no kapa ārā. Un tā viņš tur guļ vēl šodien.

In einem Gesinde starb der Bauer, der war vom Teufel besessen gewesen. Bei seinem Tode wollte er durchaus seine Frau das Zaubern lehren, um einen leichteren Tod und Ruhe im Grabe zu haben, aber sie wollte nichts von solchen Dingen wissen. Als er dann gestorben war, kam er Nacht für Nacht, die Bäuerin zu quälen. In demselben Gesinde war ein Knecht namens Ansis, der wollte die Bäuerin aus den Krallen ihres Mannes befreien. Er ging zum Schmied und ließ sich eiserne Handschuhe schmieden. Gut. Dann zog er die Handschuhe an, ging zum Grabe des Bauern und legte sich dort schlafen. Er schlief und schlief, da plötzlich, es hatte gerade zwölf geschlagen, fing der Bauer sich zu rühren an. Ansis sprang hurtig auf und trat dem Bauer entgegen. Dieser sagte: "Was, Ansis, bist du auch schon gekommen? Wie bist du hierher geraten? Reich mir mal deine Hand!" Ansis streckte ihm die Hand hin, und jener betastete den eisernen Handschuh. "Ja, du bist freilich tot. Sag, Ansis, wo gehen wir jetzt hin?" — "Ich weiß nicht, wohin wir gehen könnten." — "Wollen wir die Bäuerin quälen gehen?" — "Nein, Bauer, wollen wir lieber in die Kammer gehen und weiße Teller zerschlagen!" — "Gut, Ansis, wollen wir weiße Teller zerschlagen!"

Und nun gingen sie ins Haus zurück, traten in die Kammer, der Bauer nahm einen Teller, einen zweiten und dritten und schmetterte sie auf die Diele, aber weder zerbrachen die Teller, noch entstand dabei ein Lärm. Jetzt sollte Hans auch werfen. Aber sobald er einen Teller zu Boden warf, ging er knacks! mitten entzwei. Eilends kam der Bauer auf ihn zu: "Weshalb zerbrechen sie dir und mir nicht? Zeig mir deine Hand!" Hans zeigte sie ihm, und der betastete den eisernen Handschuh: "Ja, tot bist du, aber wie kommt es, dass sie bei dir zerbrechen?" — "Ich habe, Bauer, keinen so leichten Wurf, meine Hände sind von der Arbeit steif, ich kann den Teiler nicht geräuschlos hinwerfen." Nun, für diese Nacht war es damit genug, der Bauer ging in seinen Sarg zurück.

In der nächsten Nacht war Ansis wieder an seinem Platz, und um Mitternacht verließ der Bauer abermals sein Grab wie gestern und vorgestern. Als er Ansis sah, fragte er: "Ansis, bist du gestorben? Zeig deine Hand her!" Gut, der reichte ihm seine Eisenhand: ja, sie war wirklich kalt. "Wo gehen wir nun hin, Ansis?"-"Ich weiß nicht, wo— hin wir gehen könnten."-"Wollen wir in die Kammer gehen und die Bäuerin quälen!" "Nein, Bauer, wollen wir lieber in die Kammer gehen und weiße Teller zerschlagen!"-"Nein, Ansis, damit weißt du nicht Bescheid; wollen wir lieber die Bäuerin quälen gehen!" beharrte der Bauer. "Nein, Bauer, da seid Ihr auf dem Holzweg, wollen wir lieber weiße Teller zerschlagen gehen!"

Eine Weile stritten sie so miteinander, aber zuletzt behielt Ansis doch die Oberhand, und so gingen sie, Teller zu zerschlagen. Der Bauer warf zuerst — jeder Teller, den er hinwarf, fiel geräuschlos zu Boden und blieb heil. Dann kam Hans an die Reihe, aber so oft er einen Teiler hinwarf, gab es einen Heidenlärm, und er war mitten entzwei. Der Bauer fuhr wieder auf Ansis los: ob er nicht am Ende lebendig sei, er solle seine Hand herzeigen. Ansis reichte sie ihm, sie war wirklich kalt: Ja, du bist wirklich tot, aber weshalb zerbrechen die Teller bei mir nicht?" Und damit war es wieder Mitternacht, und der Bauer musste in den Sarg zurück. In der dritten Nacht zog Ansis einen Kreis rings um das Grab und schnitt in die Mitte ein Kreuz, auch nahm er einen schwarzen Hund mit sich. Um Mitternacht rührte sich der Bauer, aber der Hund fing an zu knurren, und das Kreuz war im Wege, er konnte nicht mehr aus dem Grabe heraus. Und so liegt er dort noch heute.

Aber Ansis habe geschworen, dass er gestorben sei! Der Großherr habe sich überreden lassen und habe Ansis nichts angetan. Beim Hahnenschrei seien beide wieder zu ihren Särgen gegangen und Ansis habe den Herrn endgültig in den Sarg gesperrt. L.P.

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