Die Manen quälen die Menschen

From Pasakas un teikas
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Comments: Emīlija Jurkovska hat eine Sage aufgeschrieben (Jkr.IV), nach der eine erschlagen Frau ihrem noch lebenden Mann eine Rippe gebrochen hat. (LP. VII, I, 93, 10) P.Š.


In Kalnamuiža gab es früher einen ganz altersgrauen Küster. Er pflegte oft ins Wirtshaus zu gehen. Als er spät nachts nach Hause kam, ging er meist den kleinen Pfad entlang über den Friedhof. Als er einmal mitten in der Nacht wieder über den Friedhof ging, erblickte er eine hohe weiße Gestalt. Der Fremde herrschte ihn an: "Wirst du wohl wieder hier durchkommen und unseren Frieden stören!" Der erschrockene Küster ergriff die Flucht, aber das Gespenst jagte ihm nach. Als der Küster die Friedhofspforte erreichte — fand er sie verschlossen und konnte sie nicht öffnen. Mit knapper Not konnte er noch über den Friedhofswall springen. Der Weiße rief ihm nach:

"Hätte ich dich nur eingeholt, da wäre nur ein Häuflein Asche von dir übrig geblieben." Dann löste er sich plötzlich auf. Seit der Zeit ging der Küster nie mehr nachts über den Friedhof.

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