Die Manen quälen die Menschen

From Pasakas un teikas
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Einer Frau starb der Mann. Die Frau weinte sehr nach ihm und flehte Gott an, ihr zu gestatten, ihn noch ein einziges Mal in ihrem Leben zu sehen. Eines Abends kam ihr Mann und sagte, Gott habe ihn gesandt. Das war ein so glücklicher Tag für die Frau, dass sie ganz vergaß, dass der Mann bereits gestorben war. Spät in der Nacht legte sie sich glücklich neben ihren Mann schlafen. Im Traum sah sie etwas Furchtbares und erwachte: da bemerkte sie, dass ihr Mann sich gerade anschickte, ihr die Kehle zu durchbeißen. In ihrer Angst sprang die Frau aus dem Bett, lief hinaus und kletterte an der Leiter zum Stallboden hinauf. Der Mann lief ihr nach und kletterte ebenfalls die Leiter hinauf, aber auf halber Höhe krähte der Hahn, und er fiel auf die Erde. Als die Frau am nächsten Morgen aus ihrem Versteck hervorgekrochen kam, sah sie, dass der Mann verschwunden war und dass alle Türen offen standen: vom Hahnenschrei überrascht, hatte der Mann keine Zeit mehr gefunden, die Türen zu schließen. Seit der Zeit springen in jenem Haus immer die Türen auf.

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