Die Manen quälen die Menschen

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Wie schon üblich, pflegten die Mägde im Herbst in der Scheune zu schlafen. Zwei, junge Mädchen, das Eine siebzehn Jahre alt, das Andere noch jünger, schlafen in der Scheune. Gegen Mitternacht kommt jemand und lässt sie nicht ruhig schlafen. In den anderen Nächten geht es noch, schlimm wird es in den Mittwoch— und Freitagnächten. Die Mädchen erzählen anderen Leuten, dass jemand (oder etwas) sie nachts zu stören pflegt. "Vielleicht lasst ihr selbst Burschen zu euch kommen," schimpft der Großvater, "schlaft jetzt in der Stube, in der nächsten Mittwochnacht werde ich selbst in der Scheune schlafen! Sollte ich einen Burschen erwischen, dann habt ihr Prügel verdient!"

Der Alte begibt sich in die Scheune und legt sich schlafen. Um Mitternacht wirft sich jemand auf ihn und beginnt ihn zu würgen. Er wirft sich hin und her und schreit, kann sich losreißen und halb tot entkommen. Seit der Zeit ist niemand mehr in die Scheune schlafen gegangen. In der Scheune hat es schon oft gespukt: dort sollen sich einige Leute aufgehängt haben und man erzählt, dass dort junge Mädchen ihre Kinder umgebracht haben.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox