Die Manen töten Menschen

From Pasakas un teikas
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In dem Gutswalde hatte sich ein Mann erhängt. Man holte ihn herunter, brachte ihn zum Wirtshaus und wartete nun dort auf den Arzt, der ihn beschauen sollte. Der Arzt kam an und sprach wer sich fürchtet, soll hinausgehen. Alle gingen hinaus, nur ein Bauer blieb zurück, indem er sagte: "Was soll man sich denn da fürchten?" Am Abend ging er nach Hause und legte sich ruhig schlafen. Im Traum erschien ihm ein schwarzer Herr, der verlangte, er solle auf einem Papier seine Unterschrift geben. Der Bauer fragte: "Was steht denn auf dem Papier geschrieben?" Da sagte der Herr: "Es steht geschrieben, dass du in einem halben Jahr sterben musst." Der Bauer will zwar nicht unterschreiben, aber der Herr bedrängt ihn so, dass er schließlich sich nicht mehr zu wehren weiß. Am nächsten Morgen erzählte der Bauer seinen Traum anderen Leuten, aber die lachten nur und sagten, er habe sich vor dem Erhängten erschrocken und rede deshalb einen solchen Unsinn. Bald geriet die Sache in Vergessenheit, niemand maß dem Traum irgendwelche Bedeutung bei. An dem Tag, als das halbe Jahr um war, wurde der Bauer wahnsinnig. Man brachte ihn zum Krankenhaus, wo er bald darauf verstarb.

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