Die Manen töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Am Viehstall in Launkalne sah man oft um Mitternacht einen auffallenden Menschen in grauem Mantel, der auf einem Fleck stand. Das war ein Zimmermann, der sich, wie alte Leute erzählten, bei der Erbauung des Viehstalls den Hals gebrochen hatte. Viele sahen den Mann stehen. Wenn sich jemand ihm näherte, so rückte er ein gutes Stück weiter und stand wieder.

Vor langen Jahren lebte auf dem Gute ein junger beherzter Gutsherr. Er erfuhr von der Erscheinung und gedachte sie zu verscheuchen. Der Gutsherr befahl dem Gesinde, auf die Erscheinung zu passen und ihn zu benachrichtigen. In eine Winternacht gewahrten die Gutsleute die Erscheinung am Viehstall. Sie benachrichtigten den Gutsherrn davon. Der Gutsherr ergriff eine geladene Flinte und eilte zum Stall. Die Erscheinung stand auf dem Viehhof. Der Gutsherr schritt recht nahe an sie heran und rief: "Stillgestanden!" Der Mann stand immer noch. Als sich aber der Gutsherr ihm näherte, rückte er ein ziemliches Stuck weiter. Der Gutsherr lief hinter ihm drein. Als er schon recht nahe war, hob er die Flinte und schoss auf die Erscheinung. In demselben Augenblick war sie verschwunden, und der Gutsherr fiel tot zu Boden.

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