Die Manen töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Einmal erkrankte eine schwächliche Frau und starb bald darauf. Nachdem man den Leichnam mit warmem Wasser abgewaschen hatte, wurde er in die Schmiede gebracht. Man wickelte ihm Handtücher um die Beine und um die Brust und legte ihn auf den Tisch. Am nächsten Tag war Markttag. Leute, die vorbeifuhren, hörten, dass jemand aus der Schmiede rief: "Liebe Leute kommt und befreit mich, es friert mich so!"

Wer das Rufen hörte, zog dem Pferd eins mit der Peitsche über und fuhr schnell weiter, denn in jener Schmiede hatte es schon oft gespukt. Alte und junge Leute begaben sich in die Schmiede, um die Tote in den Sarg zu betten und zum Friedhof zu bringen. Da sahen sie, dass die Handtücher, die man um die Arme des Leichnams gewickelt hatte, gelöst waren: die Tote drückte ein Kind an ihre Brust, das andere Kind war vom Tisch gerollt und auf den Fußboden gefallen. Man musste anstelle eines Leichnams jetzt drei begraben. Seit dem wurden Menschen, die um Mitternacht an der Schmiede vorbeifahren mussten, oft erschreckt.

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