Die Manen töten Menschen

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein Mann, der ein großer Trinker war. Als er betrunken vom Wirtshaus nach Hause ging, polterte und rüttelte er unterwegs an der Friedhofspforte und rief den Toten zu, sie sollten herauskommen, er wolle ihnen den Jüngsten Tag zeigen. Später ließen die Toten den Mann nicht mehr ruhig schlafen, sie kamen an und verlangten, er solle ihnen den Jüngsten Tag zeigen. Der Ärmste konnte sich vor ihnen nicht mehr retten. Wohl betete er, aber es half ihm nichts. Eines Nachts sagten die Toten zu ihm, dass sie ihn erwürgen würden, wenn er ihnen auch diesmal den Jüngsten Tag nicht zeigen würde. Was war nun zu tun?

Der unglückliche Mann begab sich zum Pfarrer, den er bat, ihn zum Friedhof zu begleiten und die Toten zu segnen. Er forderte auch den Küster auf, mit ihnen zu gehen. Sie machten sich zusammen auf den Weg. Als sie sich dem Friedhof näherten, erhob sich ein sehr starker Wind. Ein Wirbelsturm ergriff den Mann und trug ihn davon. Der Pfarrer und der Küster gingen nach Hause — was sollten sie ohne den Mann auf dem Friedhof machen? Am nächsten Morgen machten sich die Angehörigen des Mannes auf die Suche nach ihm. Sie fanden ihn blau angelaufen und erwürgt vor der Friedhofspforte liegen.

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