Wohlgesinnte Manen

From Pasakas un teikas
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An der Landstraße nach Linde in Vecmuiža unweit von den Grenzen von Linde befand sich inmitten der Felder noch vor nicht langer Zeit ein kleiner Hügel, der den Namen Lazdu kalniņš (Haselstrauchhügel) hatte. Es war mit Sträuchern bewachsen und wurde nicht beackert. Es wurde erzählt, dass darunter Geld oder andere Schätze begraben seien. Fast jeden Morgen konnte man frisch ausgegrabene Erdlöcher sehen, die die Schatzsucher ausgebuddelt hatten. Eines Tages beschlossen auch die Burschen (oder Knechte) des N.-Hofes, in der nächsten Nacht ihr Glück beim Schatzgraben zu versuchen: es war ihnen ein Mann im Traum erschienen, der die Zeit und die Stelle bestimmt hatte, an der sie zu Werk gehen sollten. Aber während des Mittagsschlafes erschien einem der Burschen ein anderer Verstorbener, einer seiner Verwandten, der als ehrlicher Mann bekannt gewesen war, im Traum und sagte, sie sollten das Graben nach den Schätzen aufgeben. Der Bursche gehorchte seinem Verwandten und ging nicht zum Schatzgraben. Aber in der nächsten Nacht erschien den Burschen wieder jemand im Traum und sagte, sie sollten auf alle Fälle nach dem Schatz graben: würden sie es jetzt nicht tun, so würden die vergrabenen Schätze später unauffindbar sein. Während des Mittagsschlafes erschien demselben Burschen seine verstorbene Mutter im Traum. Auch sie ermahnte ihn, nicht nach dem Schatz zu graben. Aber die Geldgier siegte, und die beiden Burschen machten sich auf den Weg. In der Nacht zog ein böses Ungewitter herauf. Beide Burschen wurden am nächsten Tag tot auf dem Hügel gefunden: Pērkons hatte sie erschlagen. Die Geister hatten alles gewusst: sie konnten die Tätigkeit der anderen Geister beobachten und so den Menschen gute Ratschläge geben.

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