Wohlgesinnte Manen

From Pasakas un teikas
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Einer verwitweten Bäuerin starb ihre einzige Tochter. Die Bäuerin weinte sehr nach der Tochter. Einmal erschien die verstorbene Tochter der Mutter im Traum und sprach:

"Weine nicht um mich, Mütterchen, ich habe es dann so schwer!"

Die Bäuerin schenkte dem Traum keine Beachtung. Sie trauerte noch immer sehr um ihre Tochter. Bald darauf erschien die Tochter der Mutter wieder im Traum und sprach wieder:

"Weine nicht, Mütterchen, ich habe es dann so schwer!"

Nun weinte die Bäuerin nicht mehr um ihre verstorbene Tochter. Nachdem längere Zeit vergangen war, sah sie wieder

einmal die Tochter im Traum, die zu ihr sprach:

"Wenn du wüsstest, wie gut es mir jetzt geht! Als du noch geweint hast, hatte ich es so schwer. Weine nie mehr um mich, wenn du willst, dass es mir gut geht."

Seit der Zeit hat die Bäuerin nie mehr um ihre Tochter geweint.

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