Die Schatten spuken

From Pasakas un teikas
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Als ich noch ein ziemlich kleiner Junge war, wurde ich am Martinsabend zu Bekannten eingeladen wo, bis elf Uhr geplaudert und erzählt wurde. Die Nacht war dunkel, deshalb lud die Bäuerin alle Gäste ein, in ihrem Haus zu übernachten und nicht heimzufahren, denn die Nacht sei nicht der Freund des Menschen. Die Gäste nahmen dankbar ihre Einladung an und blieben über Nacht auf dem Bauernhof. Da man ihm Wohnhaus nicht so viel Platz hatte, wurden sieben Lagerstätten in der Korndarre aufgeschlagen. In der Korndarre plauderten die Gäste noch eine ganze Weile, bis die Kerze schließlich ausgebrannt war. Ich hatte mich neben einem meiner Verwandten hingelegt, der mich nach einer Weile fragte:

"Junge, siehst du etwas?"

"Ja," antwortete ich, "ich sehe, dass etwas wie ein Nebel vom Fußboden bis zur Decke hinaufsteigt, dann langsam zusammen fällt und verschwindet." Auch die anderen Gäste, die noch nicht eingeschlafen waren, sagten, dass die bleiche Säule, die sich erhob und dann wieder verschwand, beinahe die Gestalt eines Menschen habe. Das Gespenst hat sich dreimal gezeigt. Nachdem der Hahn zum ersten Mal gekräht hatte, war nichts mehr zu sehen, aber wir konnten vor Angst erst gegen Morgen einschlafen. Was war das nur?

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