Ēni māžojas / Die Schatten spuken

From Pasakas un teikas
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Place of recording Rozentavas pagasts
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Latviski (edit) Deutsch (edit)
Vīnā cīmā dzeivuoja vīns zemnīks. Jam beja sīva Zuzana. Jī dzeivoja cīši labi, bet bārnu jīm nabeja. Daudz reižu jī lyudzja Dīvu, kab jis dūtut jīm bārnu. Varbyut, Dīvs izklausīja jūs lyugšonu, juo sīva palyka gryuta un radīja dālu. Trešā dīnā dāls suoka runuot un praseit, kab jū dreižuok nastu uz baznīcu un nūkristeitu. Muote ar tāvu nūsabreinuoja, ka taids mozs bārns, treis dīnas vacs, runoj. Reitā zemnīks dabuoja kristāvu un kristamuoti, kuri nūnesja bārnu uz baznīcu nūkristeit. Atnezja bārnu uz bazneicu, bāzneickungs pajēmja svēteitū yudeni un gribēja jau kristeit. Kristamuote iztyna bārnu un verās, ka tī nav bārna, bet pagaļa molkas. Bazneickungs pasavērās, ka atnezja pagali kristeit, vēļ izlomuoja jūs, ka taisa taidu apsmīkli. Kristāvs un kristamuote nūsabreinuoja, atnas itū pagali uz sātu, iztyna un verās: tī na pagaļa, bet bārns. Cytā dīnā bārns otkon runoj: "Nesit mani kristeit!" Otkon nūnas bārnu uz bazneicu. Otkon bazneickungs grib kristeit, iztyna, verās: kyuļs mīžu. Otkon bazneickungs nakrista. Atnas itū kyuli uz sātu, iztyn — verās: bārns. Trešā dīnā bārns otkon runoj: "Nesit mani kristeit!" Nūnas otkon uz baznīcu un izstuosta bazneickungam vysu. Jau bazneickungs sasalasēja kristeit un pasacīja izteit bārnu. Iztyna bārnu un verās — blise, bet bazneickungs suoka kristeit un devja jam vuordu "Blise". Kad nūkristīja baznīckungs blisi, nū blises tyuleņ palyka bārns, kurs suoka augt na dīnom, bet stundem. Dreiži izauga lels bryutgons. Pēc tuo dreiži suocjās leli vaidi, un itys bryutgons nūguoja uz vaidim, pasyta vysus ķēniņus un pats palyka par stypru ķēniņu un tagad dzeivoj, madu ar brandīņi dzer, dūmuodams, ka yudeņs. In einem Dorf lebte ein Bauer mit seiner Frau namens Zuzana. Sie lebten gut miteinander, aber sie hatten keine Kinder. Oft beteten sie zu Gott und wünschten sich ein Kind. Vielleicht hatte Gott; ihr Gebet erhört, denn die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Bereits am dritten Tag begann der Sohn zu sprechen, und verlangte, dass man ihn zur Kirche trage und taufen lasse. Mutter und Vater wunderten sich, wieso ein kleines Kind, das nur drei Tage alt war, sprechen konnte. Am nächsten Tag fand der Bauer Paten, die bereit waren, das Kind zur Kirche zu tragen und es taufen zu lassen. Sie trugen das Kind in die Kirche, der Pfarrer kam mit dem Weihwasser und wollte das Kind taufen. Aber als die Patin es auswickelte, da befand sich anstelle des Kindes ein Holzscheit. Als der Pfarrei sah, dass sie einen Holzscheit zur Taufe gebracht hatten, schimpfte er sie böse aus. Die Paten wunderten sich, brachten das Holzscheit wieder nach Hause, wickelten es aus und — siehe da: es ist kein Holzscheit da, sondern ein Kind. Am nächsten Tag sprach das Kind wieder: "Bringt mich zur Taufe!" Das Kind wurde wieder zur Kirche gebracht. Aber als es ausgewickelt wurde, befand sich an seiner Stelle ein Säckchen Gerste. Der Pfarrer tauft es nicht. Man bringt den Sack nach Hause, wickelt ihn aus und sieht: es ist wieder ein Kind. Am dritten Tag sprach das Kind wieder: "Tragt mich zur Taufe!" Sie tragen es wieder zur Kirche und erzählen dem Pfarrer die ganze Geschichte. Der Pfarrer bereitete sich für die Taufe vor, aber als das Kind ausgewickelt wurde, lag an seiner Stelle eine Büchse. Doch der Pfarrer taufte das Ding und gab ihm den Namen "Büchse". Sobald der Pfarrer die Büchse getauft hatte, verwandelte sie sich in ein Kind. Das Kind wuchs nicht mit Tagen, sondern mit Stunden. Bald war er schon ein echter Bräutigam. Ein großer Krieg brach aus, und der junge Bräutigam begab sich in den Krieg, schlug alle Könige und wurde selbst ein mächtiger König, der Branntwein mit Honig trank und es für Wasser hielt.
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