Die Schatten spuken

From Pasakas un teikas
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Ein Mann ging in der Stadt die Straße entlang. Da gesellte sich ein Herr zu ihm und forderte ihn auf, ihm zu folgen. Der Herr brachte ihn in ein schönes Haus. Dort zoge er einen Kreis um den Tisch herum und schüttete den Kreis voll mit Geld. Dann zündete er zwei goldene Leuchter an und sagte, dass gegen Mitternacht ein schwarzer Herr mit großem Lärm und Getöse kommen werde, der Mann solle nur nicht Gott anrufen, dann werde er ihm gern das ganze Geld überlassen. Gut. Ja: um Mitternacht kam ein großer schwarzer Herr herein. Es wurde ganz finster, die Mauern krachten und die Welt drohte über ihm zusammenzubrechen. Da ergriff der Mann mit einer Hand einen Teil des Geldes, mit der anderen Hand einen der goldenen Leuchter und rief in seiner Angst Gott an. Sobald er den Namen Gottes ausgesprochen hatte, wurde es ganz still und es blieb nur soviel Raum übrig, dass er darin stehen konnte. Rings um ihn war eine Mauer, und er konnte nicht hinaus. Da begann er zu schreien. Eine Magd, die mit Wassereimern vorbeiging, hörte sein Schreien und rief andere Leute herbei. Man brach ein Loch in die Mauer und ließ ihn heraus. Da sah er, dass das Geld, welches er in der einen Hand hielt, sich in Steine verwandelt hatte und der Leuchter, den er mit der anderen Hand hielt, sich als eine Baumwurzel erwies.

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