Die Schatten spuken

From Pasakas un teikas
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Einmal ging der Bauer des Vecdrusti-Hofes spät abends an den Saum des Tannenwaldes, der sich zwischen dem Silenieki-Hof und dem Rudiņi-Hof von Drusti befand, entlang. (In jenem Walde spukte es sehr oft.) Da wurde er von kleinen Kindern umringt, die seine Rockzipfel festhielten, so dass er sich nicht mehr von der Stelle bewegen konnte. Wohl trat er mit dem Fuß nach den Kindern, wohl bekreuzigte er sich und sprach das Vaterunser von hinten nach vorn, aber alles vergeblich — es kamen nur noch mehr Kinder hinzu. So plagte er sich mit ihnen bis zur Morgendämmerung ab. Plötzlich krähte irgendwo ein Hahn — da liefen die Kleinen ins Gebüsch zurück.

Ein anderer hat in demselben Walde einen schwarzen Kerl gesehen, der einen Rappen vor seinen Wagen gespannt hatte, in dem eine Frau mit durchschnittener Kehle lag. Einmal hat wiederum ein Wirbelwind, der aus dem Walde hervorgebrochen war, den Hütejungen des Rudiņi-Hofes verfolgt. Der Wirbelwind jagte ihm bis zum Rudiņi-Fluß nach und brauste dann rauschend und keuchend in den Wald zurück.

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