Die Schatten spuken

From Pasakas un teikas
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Einmal ging ein Schneider spät am Abend von der Arbeit nach Hause. Er musste durch einen dichten Wald gehen. Der Himmel war bewölkt, es wurde sehr finster, so dass er nur mit den Füßen die Straße fühlen konnte, denn es fiel gar zu spärliches Licht durch die Baumwipfel. Schließlich kam er an eine Lichtung und erblickte auf der anderen Seite der Lichtung mehrere Menschen. Er dachte: vielleicht sind es Pferdediebe, denn in der Gegend waren vielen Bauern Pferde gestohlen. Der Schneider pflegte einen Revolver in der Tasche zu tragen. Er wollte schon schießen, aber da hatte er doch Bedenken, vielleicht einen ehrlichen Menschen zu erschießen. Deshalb ging er leise vorbei. Als er das Vorratshaus betrat und sich schlafen legte, konnte er nicht einschlafen: jemand drückte ihm die Kehle zu. Er zündete ein Streichholz an, konnte jedoch niemand sehen. Da legte er sich wieder schlafen und träumte, dass er — hätte er nach den Menschen geschossen — sich selbst erschossen haben würde.

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