Die Schatten spuken

From Pasakas un teikas
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Auf dem Koiķele-Gut, das jetzt zu Estland gehört, lebte ein sehr hübsches Zimmermädchen. Der Großherr von Koiķele hatte ein Kind mit dem Mädchen, und das Kind war schon ziemlich groß, als das Mädchen nach Jaunēnieši, Gemeinde Gaujiena, verheiratet wurde. Das Kind gab der Großherr dem Mädchen jedoch nicht mit, es blieb auf dem Gut.

Die junge Frau hatte schon eine ganze Weile auf dem Jaunēnieši-Hof gelebt, als sie die Nachricht bekam, dass ihr Kind erkrankt sei und dass sie es besuchen möchte. Sie machte sich auf den Weg. Das Kind war krank, lag in der Korndarre auf einer kahlen Benke und stöhnte. Die Mutter betrachtete das Kind, weinte bitterlich und bat den Großherrn, ihr das Kind mitzugeben, aber der Großherr tat es nicht, und sie musste allein nach Haus gehen.

Es war schon ziemlich spät, als die junge Frau das K.-Gut verließ. Die Sonne war schon untergegangen, als sie schließlich in den Wald kam. Nachdem sie eine Weile durch den Wald gegangen war, begegnete sie zwei jungen Herren. Der Eine rief ihr zu: "Wo bist du denn so spät gewesen?"

Da erzählte sie, wo sie gewesen war. Aber auf einmal bemerkt sie, dass beide Jungherren Kuhfüße hatten. Da erschrak sie und rief aus: "Ach Gott!"

Gleich nach ihrem Ausruf waren beide Jungherren plötzlich verschwunden.

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