Schatten (Gespenster) in Tiergestalt

From Pasakas un teikas
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Ein Mann, der um Mitternacht von der Lestene-Windmühle nach Hause ging, erblickte in der Nähe des Pūpji-Friedhofes von Lestene einen großen schwarzen Hund. Es war zur Winterzeit, wenn man Spuren im Schnee sehen kann. Der Hund war ihm dicht auf den Fersen. Der Mann, der sich zu fürchten begann, sprach ihm gut zu und warf ihm aus seinem Brotbeutel Brot- und Fleischstückchen hin. Der Hund beschnüffelte zwar die Brocken, aber dann folgte er ihm wieder. Jetzt begann der Mann zu schreien. Zum Glück war auf dem nahe gelegenen Bauernhof noch ein Mann draußen, der sein Schreien hörte. Er lief gleich ins Haus und weckte andere Leute, die dem um Hilfe Rufenden zu Hilfe eilten. Was konnte ihm nur mitten in der Nacht zugestoßen sein! Aber in demselben Augenblick war der Hund verschwunden. Sie brachten den Mann ins Haus. Am nächsten Morgen gingen sie nachsehen, ob die Fußspuren des Hundes ihnen die Richtung aufzeigen könnten, in die er davongelaufen sein musste. Sie sahen nach, sie suchten die Stelle ab, aber sie fanden weder den Hund noch seine Fußspuren. Nur Brot- und Fleischstückchen lagen auf der Erde, wie der Mann sie gestern verstreut hatte.

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