Schatten (Gespenster) in Tiergestalt

From Pasakas un teikas
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Einmal musste der Bauer des Ķēsi-Hofes gerade um Mitternacht an einer alten, halbverfallenen Scheune, die am Ufer des Sees auf dem Grund des Raunas-Hofes stand, vorbeireiten. Die Reste der Scheune kann man noch heute an der Stelle sehen. Als er an jener Scheune vorbei ritt, da kam ein kleiner schwarzer Hund mit einem großen Kopf aus der Scheune gelaufen. Er bellte überhaupt nicht, sondern packte die Beine des Mannes, um sich zu ihm aufs Pferd zu schwingen. Da zog der Mann die Beine auf den Rücken des Pferdes und begann so schnell zu reiten, wie das Pferd ihn nur tragen konnte. Plötzlich verwandelte sich der Hund in eine Katze und sprang mit einem Satz hinter den Reiter auf den Rücken des Pferdes. Jetzt vermochte das Pferd nicht mehr zu laufen, es konnte sich nur noch mit Mühe vorwärts schleppen, trotzdem wurde es nass am ganzen Leib und dampfte. Der Reiter selbst war so erschrocken, dass er kein Glied mehr rühren konnte. So brauchte er für die kurze Strecke, die er sonst in 5 Minuten zurückgelegt hatte, mehr als eine halbe Stunde. Sobald er aber über die Grenze des Raunas-Hofes geritten war, verschwand die Katze und das Pferd begann wieder munter zu traben.

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