Schatten (Gespenster) in Tiergestalt

From Pasakas un teikas
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Comments: Fr. Bienemann, Livländisches Sagenbuch (70. 82, 4) erzählt: einmal hatten drei Männer nur ein wenig aus der Quelle des Staburags getrunken. Gleich darauf schliefen sie so fest ein, dass sie kaum wieder zu sich kommen konnten. Einmal hatten Fischer gesehen, wie dort eine Ziege vom Fels in die Düna gesprungen und verschwunden war. L.P.


Einmal kamen zwei prächtige Kaleschen, von stolzen Rappen gezogen, auf den Grauzde-Gutshof gefahren. Der Herr selbst war nicht zu Hause. Die Fremden Herren, in schwarzen Mänteln gekleidet, fragten die Diener nach dem Gutsverwalter. Als der Gutsverwalter erschien, befahlen ihm die fremden Herren, sogleich Arbeiter in den Erlenwald zu schicken, um dort eine Schneise zu schlagen. Die Arbeiter hatten es in kurzer Zeit geschafft. Die fremden Herren betraten den Wald, wo zwei von ihnen sich duellierten. Der Gutsverwalter, der sehen wollte, was die Herren dort machen würden, hatte sich im Gebüsch versteckt. Er sah, dass einer der Herren nach dem Schuss gefallen ist. Die Anderen hoben ihn auf und fuhren davon. Niemand wusste, wer die schwarzen Herren gewesen waren. Aber seit der Zeit spuke es im Erlenwald. Die Nachthüter haben dort zwei Böcke gesehen, die gegen einander gekämpft haben. Dort sei auch ein weißes Fräulein, weinend und Händeringend, erschienen.

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