Schatten (Gespenster) in Tiergestalt

From Pasakas un teikas
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Zwei Burschen machten sich auf den Weg, um Mädchen zu besuchen. Als sie an dem Kirchkrug von Nīca vorbeigingen, waren sie schon sehr müde. Sie dachten: "Hätte man doch ein Pferd, dann könnte man reiten!" Durch die Stalltür des Wirthauses erblickten sie einen wohlgenährten Rappen. Sie traten an das Pferd heran und streichelten es. Da bog das Pferd den Rücken als wollte es sie auffordern, aufzusitzen. Aber sie wagten es nicht zu besteigen, denn der, dem das Pferd gehörte, würde ganz schön schimpfen. Auf einmal bemerkten sie, dass das Pferd keine Ohren hatte. Sie betraten das Wirtshaus, um zu sehen, wer dort trank, aber sie fanden den Wirt ganz allein. Sie fragten den Wirt, wem der rundliche Rappe gehöre, der im Stall angebunden sei und keine Ohren habe. Zusammen mit dem Wirt begaben sie sich in den Stall, um sich das Pferd anzusehen. Als sie sich näherten, riss das Pferd sich los, galoppierte in die Richtung der Mühle davon und verschwand. Als das Pferd davongaloppierte, blühten seine goldenen Hufeisen auf. Das Pferd war spurlos verschwunden.

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