Die Schatten in verschiedener Gestalt

From Pasakas un teikas
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Der Müller einer Windmühle wollte Gespenster schießen, aber er wusste nicht, wie man sie erschießen konnte. Da riet ihm ein altes Mütterchen, dass er eine Kugel aus Quecksilber und aus der Speiche eines solchen Wagenrades, auf dem bereits neun Tote zum Friedhof gebracht worden sind, anfertige. Der Müller fertigte eine solche Kugel an und begab sich dann gerade um Mitternacht in den Wald, in dem es oft spukte. Diesmal sah er dort einen Heuschober rollen. Der Müller schoss in den Heuschober, der in tausend Fetzen zerrissen wurde und zum Himmel hinaufflog. Da erschien an der Stelle am Himmel, wo der Heuschober hinaufgeflogen war, ein greller roter Schein. Der Müller ging heim. Es gab einen prächtigen Wind, also betrat er die Mühle, um Korn zu mahlen. Als er einen Sack ausgeschüttet hatte, wand sich der Sack ihm um die Arme. Etwas Schwarzes rollte an ihm vorbei und flüsterte:

"Lass nicht los! Lass nicht los!" Da geriet der Sack zwischen die Mahlstein und zog die Arme des Müllers auch hinein, die gleich zermahlt wurden. Der Müller war auf den Tod krank. Einmal trank er so viel Branntwein, dass er gleich darauf starb.

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