Unsichtbare Schatten (Gespenster)

From Pasakas un teikas
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Comments: E. Kauķis aus Litene hat eine ähnliche Sage zugesandt, in der der Teufel den Schlossbau stört (LP. VII, 1, 370, 1). Die Störenfriede sind meist unsichtbare Kräfte, die den Hinweis geben, an welcher Stelle die Kirche zu erbauen ist. Das könnte man von einem Teufel nicht sagen. Vgl. noch die drei ersten Sagen der Abt. 5. P.Š.


Über den Bau der Kirche von Zalgale erzählen alte Leute die folgende Geschichte: Zuerst hatte man die Absicht, die Kirche auf dem Hügel zwischen dem J.-Hof und dem G.-Hof an der Stelle, wo sich jetzt der schöne J.-Friedhof befindet, zu errichten. Man holte das nötige Material und die Bausteine herbei und begann mit dem Bauen. Aber was sie am Tag erbaut hatten, das wurde in der Nacht zu der Stelle getragen, an der die Kirche heute steht. Am dritten Tag nach dem Beginn des Kirchenbaues fuhr eine prächtige Kalesche, von acht Pferden gezogen, an den Berg. Der Kalesche entstieg ein prächtig gekleideter Herr und sprach zu den Maurern: "Ich habe einen Traum gehabt, in dem mir gesagt worden ist, dass die Kirche an der Stelle zu errichten sei, zu der die von euch errichteten Mauerteile nachts gebracht worden sind!" Nachdem der Herr so gesprochen hatte, verschwand er. Aber auch an der anderen Stelle ging der Bau nicht recht vonstatten: was am Tage erbaut worden war, das wurde in der Nacht zum Teil wieder eingerissen. Da erschien wieder der Herr und sagte, das der Kirchenbau nicht gestört werden würde, wenn man eine Jungfrau einmauern würde: die Kirche verlange Opfer. Nichts zu machen, man mauerte eine Jungfrau ein.

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