Unsichtbare Schatten (Gespenster)

From Pasakas un teikas
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An der Landstraße, die von Ērgļi nach Vecpiebalga führt, befindet sich gegenüber dem Gutshof von Jumurda, am Rande eines großen Waldes, ein kleiner Hügel, auf dem vier alte Lindenbäume und eine Eiche stehen. Die Bäume auf dem Hügel bilden einen länglichen Kreis. Diesen Hügel nennt man auch den Kirchenhügel oder den Kirchenplatz. In alter Zeit hat man die Bäume dort gepflanzt, weil man dort eine Kirche erbauen wollte. Auch das Baumaterial hatte man schon herbeigeschafft. Aber als sie anfingen, die Kirche zu bauen, fanden sie, dass alles, was sie am Tag erbaut hatten, in der Nacht wieder niedergerissen worden war. Am dritten Morgen waren die Bauarbeiter schon früh bei der Arbeit, so dass sie bis zum Sonnenaufgang die eingerissenen Stellen bereits ausgebessert hatten. Nachdem die Sonne aufgegangen war, erblickten sie einen schwarzen Vogel, der sie überflog und mit Menschenstimme rief: "Die Kirche von Ērgļi! Die Kirche von Ērgļi!" Als die Bauleute das hörten, legten sie ihr Werkzeug weg und schafften das Baumaterial zu der Stelle, die der Vogel ihnen gewiesen hatte. Dort konnten sie ungehindert den Bau zu Ende führen.

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