Unsichtbare Schatten (Gespenster)

From Pasakas un teikas
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Zuerst hatte man die Absicht gehabt, die Kirche von Aloja im Karogu sils zu errichten. Nicht weit von dem Fluss Salaca ist noch heute ein kleiner Hügel zu sehen, der aus den Resten des begonnenen Kirchenbaues entstanden ist. Aber was man am Tag errichtet hatte, das war in der Nacht zerstört worden. Als die Leute sahen, dass das wohl nicht die richtige Stelle für die Kirche war, verwarf man die Absicht, sie dort zu errichten. Da sie keinen anderen Ort wussten, beschlossen sie, ihn auf besondere Weise zu suchen. Man spannte einen Ochsen vor den Wagen, auf dem ein Balken aufgeladen war. Dort, wo der Ochse mit seiner Fuhre stehen bleiben würde, sollte die neue Kirche erbaut werden. Der Ochse blieb an der Stelle stehen, wo sich heute die neue Kirche von Aloja erhebt. An dieser Stelle begann man die Kirche zu bauen, aber auch hier geschah dasselbe: was am Tag erbaut wurde, das wurde in der Nacht niedergerissen. Da beschloss man, eine Menschenseele zu opfern. Die Erbauer riefen alle Einwohner herbei und fragten sie, ob jemand die Schlüssel der Kirche verwahren wolle. Ein Mann namens Aleksis meldete sich und sagte, er wolle es tun. Dieser Mann, wurde betrunken gemacht und lebendig eingemauert. Nun konnte man den Kirchenbau ruhig fortsetzen — die Arbeit des Tages wurde nachts nicht mehr zerstört.

Eine andere Sage erzählt, dass man auf dem Steilen Ufer des kleinen Ungurpils-Flüsschens eine Kirche errichten wollte. Eine besonders hohe Stelle an diesem Ufer, die sich auf dem Grund des Jaungaranaža-Bauernhofes befindet, nennt man noch heute den Baznīcas kalns (Kirchberg). Vor etwa zehn Jahren hat noch ein altes Mütterchen erzählt, dass man in alten Zeiten an der Stelle Kinder weinen hörte und das unten im Bach sich Menschen mit langen Haaren badeten.

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