Die Schatten (die Gespenster) lärmen

From Pasakas un teikas
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Auf dem Bērzi-Hof von Renda stand eine alte Badestube. Jetzt gibt es sie schon längst nicht mehr, nur ein Hügel und ein großer Stein sind an der Stelle übrig geblieben. Nicht weit von dem Stein befindet sich eine kleine Schlucht. Diese Stelle hat bei den Leuten der umliegenden Höfe noch heute einen bösen Ruf, denn sie behaupten, dass es dort spuke.

Zur Zeit des Gutsherrn lebte der Schmied in der alten Badestube. Einmal wurde der Herr zornig auf den Schmied, vertrieb ihn aus der Badestube und setzte an seiner Stelle zwei alte Leutchen hinein. Das alte Paar war glücklich, dass es nun zu einer eigenen Wohnung gekommen war, denn der Herr hatte ihnen versprochen, dass sie dort bis an ihr Lebensende bleiben könnten. Am Abend legten sich die alten Leutchen glücklich und zufrieden schlafen, aber im Halbschlaf hörten sie, dass in der Schmiede gehämmert wurde. Da dachte der Mann: "Wer mag da nur hämmern? Es gibt hier ja keinen Amboss und keinen Hammer mehr — ich habe wohl den Lärm nur in meinen Ohren." Auch seine Frau hatte die gleichen Gedanken. Am nächsten Abend wurde das Hämmern fortgesetzt. Da beschlossen die beiden Alten in die ehemalige Schmiede zu gehen und nachzusehen, aber sobald sie die Tür aufmachten, verstummte das Hämmern. Sie konnten keinen Menschen (in der Schmiede) erblicken. Zufrieden kehrten sie in ihre Kammer zurück, aber sobald sie die Tür hinter sich geschlossen hatten, fing das Hämmern wieder an. Da erschraken die Alten und wandten sich an den Herrn. Der Herr wollte es nicht glauben und ließ den Schmied zu ihm aufs Gut kommen, aber der Schmied wusste nichts davon. Da brachte der Herr den Schmied zu der Badstube und sagte, er solle ihm das Loch zeigen, durch das er in die Schmiede gelange. Als sie in die Nähe der Schmiede — Badestube kamen, glitt der Schmied aus und fiel hin. Die Erde erdröhnte von seinem Fall, und an der Stelle war eine kleine Schlucht entstanden. Der Schmied aber war tot. In der Badestube konnte jedoch niemand leben: sobald es dunkel wurde, begann das Hämmern in der Schmiede, das bis zur Morgendämmerung dauerte. Schließlich gab der Gutsherr den Befehl, die Badestube niederzureißen, die Balken zu verbrennen und die Steine im Wald zu verstreuen. Am nächsten Morgen aber befand sich sonderbarerweise auf dem Hügel, wo die Badestube gestanden hatte, ein großer Stein, der immer an derselben Stelle lag, mochte man ihn sooft fortschaffen, wie man nur wollte. Nachts hörte man, wie auf dem Stein gehämmert wurde. Diese Sage kennt die ganze Gemeinde. Alle Leute machen am liebsten einen großen Bogen um den Stein, obwohl man jetzt das Hämmern nicht mehr hört.

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