Vadātājs neredzams jeb nenoteiktā veidā / Ein Irreführer, der unsichtbar ist oder eine unbestimmte Gestalt hat

From Pasakas un teikas
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Priekš kād simt gad, kad mēs vel bi dzimt ļouds, mums pašems nebi nekād tiess, nekād likem, nekād var, bet bi vis tīr kung ziņē vien un viš vare a ļoudem dārt, ko vien viš gribe: ko viš gribe žēlt, to viš žēle, un ko viš gribe sodt, to viš sode, kā ju to diezgan zine. Tad kādē muižē bi tād vager, labs, paklousīgs un uzticams kung kalps, kas visres labprāt isdare sov kung prāt, cik vien vardem. Kungs viņ e lab isture. Vienreiz es vairs nevar atscerties — ko tie dārnik bi apsvainšes un kung sakaitneš un kungs tos bi lics nežēlig nokokt. Cit tā teic, ka tas vager viņs netaisen pi to kung bi apsūdzes. Nabag dārnik vairs nevardem tād netaisan strāpšen isciest, jo viš, tas vager, ju viņs dažreiz tā netaisen bi apsūdzes un lics nokokt — tā tad vienreiz šie nabag vīr sarune kopē, ka jaiet uz Vent sūdztes par tād netaisan strāpšen. Un riktig — tie āsiet us Vent un iesīadz. Nu i ziņ šorp us muiž, ka tam vagrem jaiet us Vent āsbildantes par sov netaisan sūdšen un strāpšen. Tiem dārnikem ir jaiet ē. Šie nu gar isteic vagers netaisan dzīvšen, bet vager apzvēr taisen un svēt, ka tas nav ties, ko tie dārnik sūdz, un ka viš vis taisen dares. Dārnikem par viņems taisan sūdšen ties vel nospriež strāp klāt. Tie, nabadziņ, iet nouddam us mājām. Bet vager brouc ziņgdem. Viš bi gan noskums broucs us Vent, bažmes, kad tik dimžēl tie dārnik neizdabe taisneb, jo it niek vains dēļ viš viņs bi briesmig sasits; bet nu viš bi lustigs, ka tos bi vares pārzvērt. Tā priecigs viš isbrouc no Vent. Krēsals ju metes. Viš paskrej tiems dārnikem gaŗem, un tiems ne virsē nepaskatmes, usšouj sovam bērem, le tik skrej, ko nag nes. Vakars un nakt paliek tik tums, apsmāces, ka tik debes maz maz var noblenkt. Nu tik brouc. Ceļš i labs. Viš pats tā brīnes, kur te nu tāds labs ceļš atsrodes — vakar pa dien broukdam, nemaz tāds nebi. Nu tik iet! Ventē drusciņ e dūš ustaises — viš paliek tāds gordans un iesnoužes. Te us vienreiz viš noman, ka mirkst ūdnē — atmostes. Tums i, rat li pus rediem ūdnē, zirgs, li pus mugar iestridzs purē, mures un spārdes, ilkss pārlouzts tā ka nekur vairs nevar tapt. Gāl salst, kājs salst — apkampļe gāl — ceper nekād; kājēs zābak nekād — tums i, pats mirkst ūdnē, zirgs moces pa pur — spardes, roust rats un viņam tā ieskan ousēs, itkā viens tāl tā nejouk smejes. Cik gŗūt viņam tur ir buis un ko viš tur isciets, li kam āssvīds maz gaisam, to viš nevienam skaider nav isteics. Ko viš tad i moces un kūles, kamērt vares tapt no to pur ārēs, un to nelaims nakt ne sov mūž vairs nav vares āsmirst. Vor etwa hundert Jahren waren wir noch Leibeigene; wir hatten kein Recht, keine Gesetze, keine Macht. Alle Macht hatte der Herr, und er konnte mit den Leuten verfahren nach seinem Gutdünken: wen er schonen wollte, den schonte er, wen er bestrafen wollte, den bestrafte er, wie es ja auch allgemein bekannt ist. Auf einem Gutshof gab es einen Vogt, der ein guter, gehorsamer und treuer Diener seines Herrn war und der gern jeden Wunsch seines Herrn erfüllte. Der Herr war auch seinerseits gut zu ihm. Einmal — ich kann mich nicht mehr recht daran erinnern, was die Fronarbeiter getan hatten — aber der Herr war sehr zornig geworden und ließ sie erbarmungslos schlagen. Manche meinten, dass der Vogt sie bei dem Herrn ungerechterweise verklagt und verleumdet hatte. Da, die armen Fronarbeiter solche Strafen nicht mehr ertragen konnten — es war nicht das erste Mal, dass der Vogt sie beim Herrn verleumdet hatte — beschlossen sie nach Ventspils zu gehen und sich über den Vogt und die harte Strafe zu beklagen. Und das taten sie denn auch: sie gingen nach Ventspils und reichten ihre Klage ein. Da kam eine Aufforderung für den Vogt, dass er nach Ventspils gehen und sich verantworten müsse. Auch die Fronarbeiter wurden nach Ventspils bestellt. Wohl berichteten sie über die ungerechte Handlungsweise des Vogtes, aber der Vogt schwor hoch und heilig, dass das nicht wahr sei und dass er die Fronarbeiter immer gerecht behandelt habe. Wegen ihrer gerechten Klage wurden die Fronarbeiter vom Gericht obendrein noch verurteilt. Die Ärmsten gingen weinend nach Hause, der Vogt dagegen konnte fröhlich singen. Bangen Herzens war er nach Ventspils gefahren, denn er hatte Angst gehabt, die Fronarbeiter könnten vor dem Gericht ihr Recht bekommen, da er sie wegen eines geringen Vergehens unbarmherzig hatte prügeln lassen. Jetzt aber freute er sich, dass er als Sieger aus der Sache hervorgegangen war. Bei bester Laune verließ er Ventspils, Es wurde dunkel. Er überholte die Fronarbeiter, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen, zog seinem Braunen eins mit der Peitsche über und fuhr schnell davon. Die Nacht wurde so finster, dass man kaum den Himmel sehen konnte. Die Straße war gut. Der Vogt wundert sich, warum die Straße heute so gut ist: denn als er gestern nach Ventspils fuhr, war sie noch gar nicht so gut. Da er in Ventspils ein wenig getrunken hatte, wurde er schnell müde und nickte ein. Auf einmal merkte er, dass er im Wasser saß, und erwachte. Es war dunkel, der Wagen stand bis zur Hälfte im Wasser, von dem Pferd war nur der Rücken zu sehen — es war im Morast eingesunken, die Deichsel war gebrochen — weiterfahren konnte er nicht. Sein Kopf fror, seine Füße froren — keine Mütze auf dem Kopf, keine Stiefel an den Füßen. Dunkel ist es, er selbst sitzt im Wasser, das Pferd steckt im Moor, zerrt am Wagen, strampelt — da hört er auf einmal etwas wie ein hässliches Gelächter. Wie es ihm dort ergangen ist und wie er alles erlitten hat, bis es Morgen wurde, hatte - er nie genau erzählt. Nach langen Qualen gelang es ihm schließlich aus dem Sumpf herauszukommen, aber diese Unglücksnacht hat er nie mehr vergessen können.
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