Ein Irreführer, der unsichtbar ist oder eine unbestimmte Gestalt hat

From Pasakas un teikas
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Einmal fuhr ein Mann nachts nach Hause. Es war zur Winterzeit. Er fährt und fährt — es ist kalt, da möchte er den geradesten Weg durch das Moor nehmen, aber die Straße ist wenig eingefahren: er kommt gar nicht voran, sondern fährt: nur im Kreis, immer wieder im Kreis. Schon einmal ist er an einem bekannten Strauch oder Baum vorbeigefahren, bald darauf befindet er sich zum zweiten und zum dritten Mal an derselben Stelle. Wohl bekreuzigte er sich, wohl sprach er Gebete, aber alles vergeblich: er hatte den Eindruck, in einer fremden Gegend zu sein. Erst als auf einem nahe gelegenen Bauernhof der Hahn krähte, fielen es ihm wie Schuppen von den Augen: er sah, dass er in einer bekannten Gegend war, er hatte sich nur ein wenig von der Straße abgeirrt. Nach den Schlittenspuren merkte er, dass er die ganze Zeit im Moor im Kreis gefahren war. Das konnte nur das Werk des Irreführers sein.

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