Ein Irreführer, der unsichtbar ist oder eine unbestimmte Gestalt hat

From Pasakas un teikas
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Einmal musste ein Mann gerade um Mitternacht vom Birzuļi-Hof (Gemeinde Aumeisteri) aufbrechen, um sich zur Zaķu-muiža (ebenfalls Gemeinde Aumeisteri) zu begeben. Da dachte der Mann: "Was soll ich die Landstraße entlanggehen, lieber gehe ich gerade durch den Wald, dann kürze ich den Weg etwas ab!" Der Mann kehrte auf den Waldweg ein, aber bald hatte er sich heillos verirrt. Nach einer Weile hörte er etwas wie das Quaken von Fröschen und begab sich in die Richtung, aus der das Quaken kam. Da kam er an einen wunderschönen See, den er noch nie in seinem Leben gesehen hatte. Der Mann erholte sich ein Weilchen und setzte dann seinen Weg wieder fort. Er ging und ging, aber nach einer Weile befand er sich wieder am See. Er machte sich wieder auf den Weg, aber nach einer Weile kehrte er zu derselben Stelle zurück. Da merkte der Mann, dass er so wohl nicht wegkommen würde und beschloss, die Nacht am See zu verbringen.

Als es hell wurde, da fiel es dem Mann wie Schuppen von den Augen und er sah, dass er am Raganu ezers (Hexensee) war — Gemeinde Aumeisteri. Da staunte er, dass er den See nicht erkannt hatte, der ihm seit Kindesbeinen vertraut war. Wahrscheinlich hatte der Irreführer ihn herumgeführt.

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