Irreführer in Menschengestalt

From Pasakas un teikas
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Es lebte einmal ein Bauer, der ein großer Trinker war. Er hatte seine Tochter geheißen, ihm jeden Abend, als er vom Wirtshaus nach Hause kam, einen Krug mit Wasser neben das Bett zu stellen. Eines Abends hatte die Tochter jedoch vergessen, den Wasserkrug hinzustellen. Als der Bauer vom Wirtshaus heimkam und sah, dass der Wasserkrug nicht neben seinem Bett stand, machte er sich selbst auf den Weg zur Quelle. An der Quelle gesellten sich zwei feine Jungherren zu ihm und forderten ihn auf, mit ihnen zu gehen. Der Bauer fragte, wohin sie ihn führen wollten. Die Jungherren sagten, er solle nur mitkommen, sie hätten viele feine Getränke und Speisen zu Hause. Da entgegnete der Bauer, er habe Geld mit und könne deshalb nicht mit ihnen gehen. Die Jungherren; sagten, er möchte zeigen, wie viel Geld er denn habe. Der Bauer suchte in seinen Taschen das Geld zusammen und zeigte es ihnen. Da sagten die Jungherren, er solle nur mitkommen. Das Geld könne er gleich an der Quelle unter die Blätter eine Klettenpflanze schieben, dann werde er es auf dem Heimweg wieder finden. Nun, schließlich ging der Bauer mit. Die Straße war so gut und glatt wie noch nie. Alle drei kamen an ein wunderschönes Schloss, und der Bauer rief vor Überraschung aus: "Ach Gottchen!" Plötzlich waren beide Jungherren und das schöne Schloss verschwunden. Erst jetzt bemerkte der Bauer, dass er ins Moor geraten war und nun drei Tage brauchte, bis er wieder herauskam.

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