Der Teufel als Irreführer

From Pasakas un teikas
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Comments: Aus Audzenieki hat man der Zeitschrift "Balss" 1887, Nr. 27. LP. VII, I, 957, 18) eine Sage eingesandt, die erzählt, dass auf dem Teufelsberg bei Dobele der Teufel lebe, der vorbeigehende Menschen in die Irre führe. Maksim aus Āraiši hat eine Sage aufgeschrieben (LP. VII, I, 958, 200), in der der Teufel einen Bauer bittet, ihn ein Stück Weges im Wagen mitzunehmen. Als der Bauer nicht gehorchte, hat er ihn irregeführt und verfolgt. Saržants aus Blīdene (Jkr. II, LP. VII, 1, 228, 1) hat eine Sage aufgeschrieben, in der ein "roter Deutscher," der Teufel, einen Mann irreführt. P.Š.


Wenn eine Mutter zu ihrem Kind sagt: "Mag dich der Teufel holen," dann falle das Kind in die Hände des Irreführers. Einem Mann starb die Frau und hinterließ ihm ein kleines Bübchen in der Wiege. Da heiratete er eine andere Frau. Aber die Stiefmutter liebte den kleinen nicht und sagte mehrmals: "Möchte dich der Teufel doch holen!" Als das Bübchen etwas größer war, ging er eines Tages mit seinem Vater aufs Feld. Während sein Vater sich ein wenig hingelegt hatte, um das Pferd rasten zu lassen, war der Junge verschwunden. Man suchte überall nach ihm, aber er war nirgends zu finden. Drei Jahre später fand man ihn zufällig im Moor: er saß auf einem Hümpel. Seine Augen waren ausgehackt. Sonst war der kleine Leichnam unversehrt und unterweist, nur die Augen fehlten.

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