Der Teufel als Irreführer

From Pasakas un teikas
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So manches Mal stand an der Teufelhöhle von Bērznieki ein großer schwarzer Mann, der sehr große und lange Zähne hatte. Er hatte einen Pferdefuß und einen Hahnenfuß. Der Spuk erschien meist abends in der Zeit zwischen zehn Uhr und dem Hahnenschrei. Die Teufelshöhle ist noch heute eine gefährliche Stelle. Wenn eine Mutter ihren Jungen oder ihr Mädchen mit einem Auftrag auf den Weg schickt, der sie an der Teufelshöhle vorbeiführt, wird sie gleich von einer anderen Mutter ermahnt: "Aber gerade um die Mittagszeit, wo es an der Höhle spukt, da willst du ein kleines Kind dort vorbeischicken? Hast du denn den Verstand verloren?" Ich wurde von meiner Mutter belehrt: wenn man an der Teufelshöhle vorbeigehen müsse, dürfe man nicht über die linke Schulter zurückblicken. Dann könne einem Nichts Böses geschehen. Seitdem vor etwa 20 Jahren mehrere Menschen an der Teufelshöhle vorbeigefahren und in der Höhle einen erschlagenen Mann gesehen haben, hat sich der Ruf der Teufelshöhle als ein gefährlicher Ort wieder verstärkt. Man hat in den Stamm einer Weide, die an der Höhle stand, ein großes Kreuz eingeschnitten, aber heute steht die Weide nicht mehr.

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