Der Teufel als Irreführer

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Links von der Straße, die von Lielezere nach Kursīši führt, steht ein großer Wald. Von diesem Wald wird erzählt, dass es dort spuke, und dass Menschen, die zur Winterzeit geraden Weges durch den Wald fahren wollten, stundenlang irregeführt wurden. Einmal geschah es nun, dass der Kutscher des Kursīši-Gutshofes eines Abends spät mit den Pferden des Herrn ganz allein nach Hause fahren musste. Da erblickte er hinter der Grīvaiši-Kirche auf einem Hügel noch diesseits des Flusses ein helles Feuerchen flackern. Da ließ der Kutscher die Pferde auf der Straße zurück und begab sich zu dem Feuerchen, um seine Pfeife anzuzünden, und sich zu erwärmen, denn es war bereits Herbst und ziemlich kalt. Als er sich zu dem Feuerchen bückte, wurde er plötzlich auf das Feuer geworfen, während eine Kalesche wie der Wind davonsauste; noch eine ganze Weile war das Schellengeläut zu hören. Schließlich wachte der Kutscher wie aus einer Betäubung auf und erhob sich. Von dem Feuerchen war keine Spur zu sehen. Er kehrte zur Landstraße zurück: seine Pferde standen an derselben Stelle, wo er sie zurückgelassen hatte. Der tolle Fahrer aber war spurlos verschwunden.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox