Verstorbene als Irreführer

From Pasakas un teikas
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Comments: K.Tarzieris aus Druviena hat Brīvzemnieks eine Sage zugesandt (Sammlung, 84, 67. LP. VII, 1, 941, 7.), die berichtet, dass der Geist einer im Kauči-Wald ermordeten Schwester den Bruder ertränkt hat. P.Š.


Ein Irreführer soll früher in der Nähe von Baiškalns gehaust haben: in dem Baltais sils (Weißen — Wald) und an der Schwedenbrücke, die über den Rauna-Fluss führte. An der Schwedenbrücke soll vor Jahren beim Pferde Schwemmen ein Bursche ertrunken sein. Sein Geist versucht von Zeit zu Zeit (nicht jedes Jahr) Menschen zu verwirren. Früher lebten in der Tiefe des Flusses an der Schwedenbrücke auch solche Geister, die Schwimmer mit Gewalt in die Tiefe zogen. So war es auch jenem Burschen ergangen, der selbst ein guter Schwimmer war. Eines Sonntags wollte er sein Pferd baden, als er plötzlich zu sinken begann und ertrank. Wohl hatte er noch mit beiden Händen den Schwanz des Pferdes ergriffen, aber das Pferd schwamm schnaubend mit nur einem halben Schwanz ans Land. Die Geister hatten den Burschen an den Beinen in die Tiefe gezogen. Am nächsten Morgen fand man den Burschen unter einem Erlenstrauch: den halben Pferdeschwanz hielt er noch fest in den Händen.

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