Verstorbene als Irreführer

From Pasakas un teikas
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Ein Bursche, der in den Wald ging, um Holz zu hacken, erblickte auf dem Weg ein Häschen, das ihn so freundlich anguckte und so zahm schien, als würde es ihn auffordern wollen, es zu fangen. Juris, der Kindern gern Freude machen wollte, hob das Häschen auf und klemmte es unter den Arm. Aber das Häschen wuchs immer größer und wurde immer schwerer, bis es ihm schließlich entschlüpfte und verschwand. Als Juris ein Stück weiter gegangen war, erblickte er wieder das Häschen, fing es ein und steckte es in den Sack, damit es ihm nicht wieder entkommen konnte. Aber unterwegs wurde das Häschen immer größer und schwerer und war schließlich aus dem Sack verschwunden. "Welch sonderbarer Hase!“, dachte Juris. Aber er kümmerte sich nicht weiter darum und setzte seinen Weg fort. Auf einmal befand er sich vor einem tiefen Teich. Da sieht er: das Häschen spring aus dem Teich hervor, ist ganz mit Schlamm bedeckt, schüttelt sich und hockt sich vor ihm hin als wollte es, dass man es auf den Schoß nimmt. Da begriff Juris, dass es kein echter Hase, sondern ein Versucher war, der ihn irregeführt hatte und ihn nun noch in den Teich locken wollte. Deshalb bekreuzigte er sich und eilte davon. Später erzählte er sein Erlebnis anderen Leuten und erfuhr, dass in jenem Teich vor vielen Jahren ein guter Jäger ertrunken war. Deshalb verwirre er jetzt Menschen, bis er sie in den Teich ziehen und ertränken könne.

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