Hexe als Irreführerin

From Pasakas un teikas
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Ein Mann fuhr einmal im Winter vom Balkenfahren nach Hause. Während er geradeswegs über das Feld fuhr, fiel ein kleiner Schlitten aus seinem Lastschlitten in den Schnee. Während er ausstieg, um den kleinen Schlitten aufzuheben, scheute sein Pferd und raste davon, sodass er mit dem kleinen Schlitten zurückblieb und seinen Weg zu Fuß fortsetzen musste. Der Mann stellte den Handschlitten neben eine Scheune, die sich in der Nähe befand, ab, um ihn am nächsten Morgen abzuholen. Von der Scheune hatte er es nicht mehr weit bis nach Hause; es gab auch noch ein wenig Tageslicht. Von der Scheune schlug er den geradesten Weg über den Acker ein. Als er auf den Hügel kam, an dem sich zwei Gräben kreuzten, blieb er wie geblendet stehen. Er wusste nicht mehr, wo sich sein Haus befand. Vor ihm rauschte es etwas wie ein Wald, der auf ihn zuzukommen schien. Der Mann wollte das Vaterunser beten, wusste aber nicht mehr, wie er es anfangen sollte. Als er zurückblickte, bemerkte er einen Lichtschein. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als in die Richtung des Lichtscheines zu gehen. Er kam auf einen Hof, den er kannte, aber der ihm gleichzeitig auch völlig fremd war. Er erkannte die Menschen, aber alles andere hatte sich ganz verändert. Die Bäuerin fragte ihn: "Wohin des Weges?" Und der Mann antwortete: "Ich bin nur eingekehrt, um eine Pfeife zu rauchen! So erfuhr niemand, dass er sich verirrt hatte. Aber als er hinausging, wusste er wieder nicht, wo er sich befand. Wie ein dichter Wald, der unheimlich rauschte, erhob sich etwas vor ihm. Der Mann kümmerte sich nicht um das Rauschen des Waldes, sondern marschierte nur weiter. Schließlich gelangte er an einen Heuschober, der sich in der Nähe des Hofes befand, auf dem er eben noch gewesen war. Der Heuschober aber gehörte dem Nachbar. Er erkannte den Heuschober und wusste, dass die Straße nicht weit war. Er ging in die Richtung der Straße, aber er konnte sie nicht finden. Schließlich kam er zu einer Wegkreuzung. Die Wegkreuzung befand sich oben auf einem Berg, und nun erkannte er die Gegend und wusste, wo sich sein Haus befand. Er hatte noch gut eine Werst Weges bis nach Hause. Jetzt fielen ihm wie Schuppen von den Augen, und nur rief er aus:

"Hurra, großer Teufel, wohin hast du mich nur geführt!" Kaum hatte er diese Worte ausgerufen, als er drei Männer erblickte, die sich von ihm entfernten. Er rief ihnen nach, sie möchten auf ihn warten, denn er hielt sie für Menschen und wäre gern mit ihnen zusammengegangen, aber jene gingen nur weiter. Der Mann begann zu laufen, aber er holte sie dennoch nicht ein, denn sie waren plötzlich verschwunden. Als er nach Hause kam, erzählte er anderen Leuten, was er erlebt hatte. Man sagte ihm, dass er gewiss von Hexen herumgeführt worden sei.

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