Der Alb von unbestimmter Gestalt

From Pasakas un teikas
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Ein Bursche schlief auf dem Boden der Korndarre. Gegen Mitternacht hört er: jemand klettert zu ihm hinauf. Er macht sich nichts daraus. Aber bald darauf legte sich der Andere auf ihn. Der Bursche betastete ihn und merkte, dass er ganz nackt war. Da packte er das Gespenst, zerrte es bis zur Luke und wollte es hinabwerfen. Aber das Gespenst klammerte sich an die Dachsparren und wurde so hart wie Eisen; da konnte er mit ihm nichts anfangen. Er legte sich wieder schlafen und zog die Decke über den Kopf. Da stürzte sich sein Quäler wieder auf ihn, man konnte denken, er wollte seine Knochen zerbrechen. Er drückte ihm fast die Luft ab. Der Bursche versuchte noch, den Drücker zu betasten und merkte, dass er sehr große, aber knochenlose Finger hatte; auch seine anderen Glieder, sein Kopf und seine Ellbogen waren ohne Knochen. Dabei war er so kalt wie ein Stück Eis. Zum Glück krähte der Hahn. Sogleich rollte das Gespenst von der Brust des Burschen herab und verschwand so schnell wie der Wind.

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