Der Alb plagt das Vieh

From Pasakas un teikas
Jump to: navigation, search

Ein Bauer hatte ein altes Hoftor, neben dem eine alte Radbüchse lag. In jener Radbüchse wohnten Teufel. Wohl schlug der Pērkons (der Donner) oft in die Nähe der Radbüchse ein, aber die Teufel hatte er nicht erschlagen können. Einmal verbrannte der Bauer die alte Radbüchse. Die Teufel flohen aus dem Feuer und stürzten sich sogleich auf die Pferde, auf denen sie von nun ab jede Nacht herumritten, bis sie nass wurden. Der Bauer hatte einen mutigen Knecht, der die Pferde zu bewachen versprach. Er nahm eine lange Peitsche mit, die er in den Teer getaucht hatte. Gegen Mitternacht begannen die Teufel wieder die Pferde zu plagen. Jetzt schlug der Bursche mit der geteerten Peitsche zu. Als er mit dem Prügeln aufhörte, hörten auch die Reiter mit dem Plagen der Pferde auf. Aber kurz darauf hörte der Knecht draußen ein furchtbares Brüllen. Am nächsten Morgen schaute er zusammen mit anderen Leuten hinter den Ställen nach: von den Teufeln war nur noch ein Haufen Asche übrig geblieben. Seit der Zeit hat der Bauer von den Teufeln auf seinem Hof nichts mehr gemerkt.

Personal tools
Namespaces

Variants
Actions
Navigation
Project
Categories
Add
Tools
Toolbox