Ein Verstorbener als Alb

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Comments: Andrejs Bertolds in Dundaga hat eine Sage aufgeschrieben (LP. VII, I, 426, 4), in "der der Geist einer ertränkten Frau" wie eine schwere Last auf die Schultern eines Mannes gefallen sei. P.Š.


Ein Alb sei nichts anderes als die Seele eines umgebrachten Kindes. Nachts kehren diese Seelen in ihre Leiber zurück und plagen sowohl Menschen als auch Vieh. Solche zur Unzeit verschiedene Seelen müssen es tun, um im Grabe nicht zu verhungern. Sobald sie ein Haustier oder einen Menschen geplagt haben, werden sie gesättigt, andernfalls bekommen sie nichts. Wenn der Pērkons (der Donner) jedoch eine solche Stelle trifft, an der der Leib einer solchen Seele begraben sei, dann bekomme die Seele ihre Ruhe: sie kommt in den Himmel, und ihr Leib braucht keine Nahrung mehr.

Einmal band ein Bauer einem Pferd, das stets vom Alb geplagt und geritten wurde, Sensen auf den Rücken; einige Sensen band er längs, andere quer an, aber alle mit der Schneide nach oben. Als er am nächsten Morgen nach seinem Pferd sah, fand er es trocken, aber neben dem Pferd lagen die abgeschnittenen Ärmchen eines Kindes.

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